Das richtige Füllmaterial für Stepp Bettdecken
Die Wahl der Füllung von Steppdecken hängt ganz besonders von den gewünschten Anforderungen des Benutzers ab.
Haben
Sie einen höheren oder nicht so ausgeprägten Wärmebedarf ? Schwitzen
Sie leicht ? Bevorzugen Sie natürliche oder synthetische Materialien ?
Ob
die Bettdecke für Menschen mit hohem Wärmebedarf oder extreme Schwitzer
geeignet ist, hängt entscheidend vom Füllmaterial ab. Auch ob der
Schlafraum beheizt ist oder ob auch im Winter das Fenster geöffnet ist
muss dabei berücksichtigt werden.
Aber auch auf die Frage der
Pflege muss bei der Auswahl geachtet werden. So sollte bei Allergikern
eine Bettdecke mit mindestens 60° C waschbar sein. Die Wahl des
Füllmaterials sollte sich aber in erster Linie nach den persönlichen
Vorlieben richten.
Auch die Anschaffungskosten sind ein nicht unerheblicher Faktor bei der Auswahl
In diesem Überblick stellen wir die wichtigsten Naturfasern vor, erklären ihre Besonderheiten und zeigen, worin sie sich voneinander unterscheiden. Als neutrale Materialkunde für alle, die sich tiefer mit dem Thema beschäftigen möchten.
Naturfasern wie Schafschurwolle, Yakhaar, Kamelhaar, Alpaka oder Kaschmir sind seit Jahrhunderten für ihre besonderen Eigenschaften geschätzt. In der modernen Bettwarenwelt spielen sie vor allem wegen ihrer unterschiedlichen Wärmeleistung, ihres Feuchtigkeitsverhaltens und ihrer charakteristischen Materialeigenschaften eine wichtige Rolle.
Schafschurwolle – die bewährte Naturfaser mit klimatischer Intelligenz
Schafschurwolle gehört zu den ältesten und vielseitigsten Naturfasern, die der Mensch nutzt. Seit Jahrhunderten wird sie für Kleidung, Heimtextilien und Bettwaren verarbeitet – nicht nur wegen ihrer Verfügbarkeit, sondern vor allem wegen ihrer funktionalen Eigenschaften. Besonders die feine Wolle von Merinoschafen gilt als hochwertig und angenehm auf der Haut.
🌬️ Eigenschaften von Schafschurwolle:
- Feuchtigkeitsregulierend: Schurwolle kann bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und an die Umgebung abgeben – ohne sich feucht anzufühlen.
- Temperaturausgleichend: Die Faser reagiert auf Körperwärme und sorgt für ein ausgeglichenes Schlafklima – sowohl im Sommer als auch im Winter.
- Selbstreinigend und geruchsneutral: Dank ihres natürlichen Wollfetts (Lanolin) ist Schurwolle schmutzabweisend und bleibt lange frisch.
- Elastisch und formstabil: Die Kräuselung der Wollfaser sorgt für Volumen und gute Rücksprungkraft – ideal für Füllmaterialien.
🌱 Herkunft und Verarbeitung:
Schafschurwolle stammt aus der ersten Schur lebender Tiere – ein Qualitätsmerkmal, das für Frische und Faservitalität steht. Besonders geschätzt wird die Wolle von Merinoschafen, deren Fasern besonders fein und weich sind. Die Qualität der Schurwolle wird unter anderem durch Feinheit, Herkunft und Verarbeitung der Fasern bestimmt.
🛏️ Einsatzbereiche:
Schurwolle wird in verschiedenen Varianten verarbeitet – als Füllmaterial für Steppdecken, als Flor für Naturhaardecken oder als Bestandteil von Mischfasern. Ihre Fähigkeit, Wärme zu speichern und Feuchtigkeit zu regulieren, macht sie besonders geeignet für Menschen mit hohem Wärmebedarf oder für Schläfer:innen, die nachts zum Schwitzen neigen.
📘 Fazit
Schafschurwolle ist eine bewährte Naturfaser mit vielseitigen Eigenschaften. Ihre Fähigkeit, das Schlafklima aktiv zu regulieren, macht sie zu einem wertvollen Bestandteil moderner Bettwaren. Ob als Füllung oder als Oberfläche – Schurwolle verbindet Funktionalität mit Natürlichkeit und ist ein Klassiker unter den tierischen Fasern
Yakhaar – Die robuste Wärmefaser aus dem Hochland
Yakhaar stammt vom Yak, einem genügsamen Rind, das in den extremen Höhenlagen Zentralasiens lebt – vor allem in Tibet, Nepal und der Mongolei. Dort trotzt es Temperaturen von bis zu -40 °C, und genau diese Anpassung macht sein Fell zu einem bemerkenswerten Naturmaterial.
🌬️ Eigenschaften von Yakhaar:
- Hervorragende Wärmeisolierung: Die feinen Unterhaare des Yaks speichern Körperwärme besonders effizient.
- Weich und anschmiegsam: Trotz seiner Robustheit ist Yakhaar überraschend weich und angenehm auf der Haut.
- Feuchtigkeitsregulierend: Es kann Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen – ideal für ein ausgeglichenes Schlafklima.
- Geruchsneutral und antibakteriell: Die Faser bleibt lange frisch und ist von Natur aus resistent gegen Gerüche.
Herkunft und Gewinnung
Yakhaar wird überwiegend aus dem feinen Unterhaar gewonnen, das während des natürlichen Fellwechsels im Frühjahr ausgekämmt wird. Die verfügbare Menge ist vergleichsweise gering, wodurch Yakhaar zu einem exklusiven Füllmaterial für hochwertige Bettwaren gehört.
🧵 Verwendung:
Neben Kleidung und Accessoires findet Yakhaar zunehmend Anwendung in hochwertigen Heimtextilien. Als Füllmaterial in Bettdecken ist Yakhaar mit seinen perfekten Klimaeigenschaften hervorragend geeignet. Dabei steht nicht der Massenmarkt im Fokus, sondern die Kombination aus Funktionalität und Naturverbundenheit.
Kamelhaar – Die Wüstenfaser mit natürlichem Temperaturausgleich
Kamele sind wahre Überlebenskünstler. In den Weiten der Wüste trotzen sie extremen Temperaturschwankungen – von glühender Hitze am Tag bis zu frostiger Kälte in der Nacht. Ihr Fell spielt dabei eine zentrale Rolle, und genau dieses Kamelhaar wird seit Jahrhunderten als Naturfaser geschätzt.
🌡️ Eigenschaften von Kamelhaar:
- Temperaturausgleichend: Die hohle Struktur der Haare wirkt wie ein natürlicher Klimaregulator – wärmt bei Kälte, kühlt bei Hitze.
- Leicht und luftig: Kamelhaar ist überraschend leicht und sorgt für ein angenehmes, nicht beschwerendes Gefühl.
- Feuchtigkeitsausgleichend: Es nimmt Feuchtigkeit gut auf und gibt sie schnell wieder ab – ideal für ein trockenes Schlafklima.
- Geräuschlos und anschmiegsam: Die Faser ist weich und raschelt nicht – ein Plus für ruhigen Schlaf.
Herkunft und Gewinnung:
Verwendet wird vor allem das feine Unterhaar des zweihöckrigen Kamels. Dieses löst sich beim natürlichen Fellwechsel im Frühjahr und wird gesammelt bzw. ausgekämmt. Kamelhaar ist meist ungefärbt und besitzt seine charakteristische goldbraune Farbe.
🛏️ Einsatzbereiche:
Kamelhaar findet Verwendung in Kleidung, Teppichen und ganz besonders in Bettwaren. Besonders geschätzt wird es von Menschen, die ein ausgeglichenes Schlafklima bevorzugen – unabhängig von der Jahreszeit.
Kaschmir – Die feine Faser aus dem Himalaya
Kaschmir gilt als eine der edelsten Naturfasern der Welt. Sie stammt von der Kaschmirziege, die in den Hochlagen des Himalaya lebt – vor allem in Regionen wie Ladakh, Tibet und der Mongolei. Dort schützt das feine Unterhaar die Tiere vor extremen Temperaturen, und genau dieses Haar wird als Kaschmirfaser gewonnen.
🧵 Eigenschaften von Kaschmir:
- Außergewöhnlich weich: Kaschmir ist bekannt für seine luxuriöse Haptik – kaum eine andere Naturfaser fühlt sich so sanft an.
- Hervorragende Wärmeleistung: Trotz ihrer Feinheit isoliert die Faser besonders gut – ideal für kalte Nächte.
- Leicht und anschmiegsam: Kaschmir ist federleicht und passt sich dem Körper sanft an.
- Feuchtigkeitsausgleichend und atmungsaktiv: Die Faser sorgt für ein trockenes, angenehmes Schlafklima.
🏔️ Herkunft und Gewinnung:
Kaschmir wird durch das Auskämmen des feinen Unterhaars im Frühjahr gewonnen. Pro Ziege fällt nur eine vergleichsweise geringe Menge nutzbarer Faser an, was Kaschmir zu einem besonders exklusiven Material macht.
🛋️ Einsatzbereiche:
Kaschmir wird vor allem in der Modeindustrie verwendet – für Pullover, Schals und Mäntel. In Heimtextilien kommt das besonders exklusive Kaschmirhaar mit seinen unglaublich vorteilhaften Klimaeigenschaften als perfektes Füllmaterial für Bettdecken zum Einsatz, wenn besonderer Komfort und Luxus gefragt sind. Dabei steht nicht die Masse im Vordergrund, sondern die Verbindung aus Natürlichkeit und Eleganz.
Entdecken Sie Bettdecken mit Kaschmir-Füllung
Alpaka – Die edle Andenfaser mit natürlichem Luxus
Alpakas stammen aus den Hochlagen der südamerikanischen Anden – vor allem Peru, Bolivien und Chile. Dort leben sie in Höhen von über 4.000 Metern und sind extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Ihr Fell schützt sie vor Kälte, Wind und UV-Strahlung – und genau diese Eigenschaften machen Alpaka zu einer der begehrtesten Naturfasern weltweit.
✨ Eigenschaften von Alpakafasern:
- Besonders weich und fein: Alpaka zählt zu den weichsten tierischen Fasern – vergleichbar mit Kaschmir, aber oft robuster.
- Thermoregulierend: Die Faser passt sich der Körpertemperatur an und sorgt für ein ausgeglichenes Schlafklima.
- Feuchtigkeitsabweisend und geruchsneutral: Die Faser bleibt lange frisch und trocken.
🏞️ Herkunft und Gewinnung:
Alpakas werden in der Regel einmal jährlich geschoren. Die Fasern kommen je nach Tier in unterschiedlichen natürlichen Farbtönen vor und werden nach Feinheit und Qualität sortiert.
🧶 Verwendung:
Alpakafasern werden traditionell für Kleidung und Accessoires genutzt – von Ponchos bis zu Strickwaren. In den letzten Jahren hat sich Alpaka auch als Füllmaterial für Bettwaren etabliert, vor allem bei Menschen, die Wert auf natürliche Materialien und hohen Komfort legen.
Naturfasern im Vergleich – Yak, Kamel, Alpaka und Kaschmir
Naturfasern sind seit Jahrhunderten Teil der Textilgeschichte – nicht nur wegen ihrer Funktionalität, sondern auch wegen ihrer unterschiedlichen Eigenschaften und traditionellen Verwendung. Besonders bei Bettwaren spielen tierische Fasern wie Yakhaar, Kamelhaar, Alpaka und Kaschmir eine wichtige Rolle. Doch worin unterscheiden sie sich? Und welche Eigenschaften machen sie jeweils besonders?
| Eigenschaft | Kamelhaar | Yakhaar | Alpakahaar | Kaschmirhaar |
|---|---|---|---|---|
| Wärmeleistung | hoch | sehr hoch | hoch | hoch |
| Gewicht | leicht | mittel | sehr leicht | sehr leicht |
| Weichheit | weich | weich | seidig weich | extrem weich |
| Temperaturausgleich | sehr gut | sehr gut | sehr gut | sehr gut |
Herkunft und Gewinnung
Die Fasern unterscheiden sich nicht nur in Feinheit und Wärmeleistung, sondern auch in ihrer Gewinnung. Je nach Tierart werden die Fasern durch Schur, Auskämmen oder während des natürlichen Fellwechsels gewonnen. Herkunft und Faserqualität können sich je nach Region und Anbieter unterscheiden.
Seide – edles Füllmaterial mit jahrtausendealter Tradition
Seide zählt zu den ältesten und faszinierendsten Naturfasern der Welt. Seit rund 5.000 Jahren wird sie in China gewonnen und gilt seit jeher als Inbegriff von Luxus, Eleganz und feiner Handwerkskunst. Über Jahrhunderte hinweg blieb das Geheimnis ihrer Herstellung streng gehütet – was Seide in Europa zu einem begehrten, wertvollen Gut machte. Der legendäre Handelsweg zwischen Asien und Europa, die „Seidenstraße“, verdankt ihr sogar seinen Namen.
Herkunft und Arten von Seide
Für die Gewinnung unterscheidet man zwischen Seiden von gezüchteten und wildlebenden Raupenarten:
- Maulbeerseide stammt vom gezüchteten Maulbeerspinner. Sie ist besonders fein, gleichmäßig und weich.
- Tussah-Seide wird aus den Kokons des wildlebenden Eichenspinners gewonnen. Sie hat eine etwas kräftigere Struktur und eine leicht naturfarbene Tönung.
Bei der von uns verwendeten Tussah-Seide werden die Kokons erst gesammelt, nachdem die Schmetterlinge geschlüpft sind. Dadurch sind die Seidenfäden kürzer und weniger gleichmäßig als bei klassischer Maulbeerseide. Die etwas kräftigere Faser eignet sich besonders gut als leichtes Füllmaterial für Bettdecken.
Vorteile von Seide als Bettdeckenfüllung
Seide ist ein Naturmaterial mit hervorragenden Klimaeigenschaften:
- Feuchtigkeitsregulierend – kann bis zu 40 % ihres Eigengewichts aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen.
- Atmungsaktiv – sorgt für ein trockenes, ausgeglichenes Schlafklima.
- Ganzjahrestauglich – leicht und kühlend im Sommer, wärmend in der Übergangszeit.
- Hautfreundlich – angenehm weich, auch für empfindliche Haut geeignet.
Ob pur oder in Kombination mit anderen Naturfasern – Seide sorgt für ein ausgewogenes Schlafklima und besonderen Schlafkomfort. Sie ist damit eine ausgezeichnete Wahl, wenn Sie nach einem hochwertigen Füllmaterial für Bettdecken suchen.
TENCEL™ Lyocell – moderne Zellulosefaser
TENCEL™ Lyocell ist eine Zellulosefaser auf Holzbasis. Bei der Herstellung wird Zellulose aus Holz gewonnen und anschließend zu Lyocellfasern verarbeitet.
Herstellung und Eigenschaften
Eine Besonderheit des Lyocellverfahrens ist der weitgehend geschlossene Produktionskreislauf. Das bei der Faserherstellung eingesetzte Lösungsmittel wird zu einem sehr hohen Anteil zurückgewonnen und erneut verwendet.
Die glatte Faser besitzt interessante Eigenschaften für Bettwaren:
- Gutes Feuchtigkeitsmanagement – kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben.
- Atmungsaktiv und temperaturausgleichend – angenehm für unterschiedliche Wärmebedürfnisse.
- Weich und glatt – bietet einen angenehmen Griff.
- Pflegeleicht – abhängig vom jeweiligen Produkt gut waschbar.
Als Füllmaterial oder Bezugsstoff wird TENCEL™ Lyocell deshalb für unterschiedliche Bettwaren eingesetzt.
Kapok – die pflanzliche Hohlfaser
Kapok ist eine rein pflanzliche Naturfaser, die aus den Samenhaaren des Kapokbaums (Ceiba pentandra) gewonnen wird. Dieser Tropenbaum wächst wild in vielen Regionen Asiens, Afrikas und Südamerikas – ganz ohne Düngemittel, Pestizide oder künstliche Bewässerung. Die Ernte erfolgt meist per Hand, ohne dass der Baum gefällt oder beschädigt werden muss.
Eigenschaften und Vorteile
Kapokfasern sind hohl und mit einer natürlichen Wachsschicht umgeben, was sie besonders leicht und wasserabweisend macht. Sie enthalten bis zu 80 % Luft und sorgen so für hervorragende Wärme- und Isoliereigenschaften, ohne zu beschweren.
- Temperaturausgleichend – warm im Winter, angenehm kühl im Sommer.
- Federleicht & anschmiegsam – ideal für empfindliche Schläfer.
Kapok wird häufig mit Baumwolle oder anderen Naturfasern gemischt, um die feinen Fasern besser verarbeitbar zu machen. Als Füllmaterial für Bettdecken sorgt Kapok für ein trockenes, warmes und gleichzeitig leichtes Schlafklima – perfekt für alle, die ein luftiges, naturbelassenes Bett bevorzugen.
Hanf – robuste pflanzliche Naturfaser
Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen und wird seit Jahrtausenden für Textilien, Seile und andere Produkte verwendet. Die Textilfaser wird aus den Stängeln der Hanfpflanze gewonnen.
Hanffasern sind robust, strapazierfähig und können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Als Füllmaterial werden sie pur oder in Kombination mit Baumwolle und anderen Fasern eingesetzt.
Eigenschaften und Vorteile
- Klimaregulierend – wirkt wärmend im Winter und angenehm kühlend im Sommer.
- Sehr strapazierfähig – langlebig, formstabil und robust.
Als Füllmaterial wird Hanf oft pur oder in Kombination mit Baumwolle oder anderen Naturfasern verwendet. Die Decken sind atmungsaktiv, pflegeleicht und ideal für alle, die ein naturbelassenes, widerstandsfähiges Material bevorzugen.
Zirbe – die Königin der Alpen
Die Zirbe (Pinus cembra) ist ein immergrüner Nadelbaum, der in den Alpen und Karpaten in Höhenlagen ab etwa 1.500 m wächst. Sie ist bekannt für ihr angenehm harziges, leicht würziges Aroma und wird seit Jahrhunderten wegen ihrer positiven Wirkung auf Schlaf und Wohlbefinden geschätzt.
Eigenschaften und Vorteile
- Beruhigender Duft – das ätherische Öl der Zirbe schafft ein sehr behagliches Raumklima.
Zirbenspäne werden oft mit Naturhaar oder Pflanzenfasern kombiniert und als Füllung in Kissen oder Bettdecken eingesetzt. Sie verleihen dem Bett ein dezent-aromatisches Raumklima und sorgen für eine besonders behagliche Schlafumgebung.
Maisfaser – leichte pflanzlich basierte Faser
Maisfaser, häufig als PLA-Faser bezeichnet, wird aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt. Ausgangsmaterial kann beispielsweise Stärke aus Mais sein.
Maisfasern sind leicht und besitzen eine glatte Oberfläche. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen und werden als Füllmaterial für Bettdecken eingesetzt – pur oder in Kombination mit anderen Fasern.
Eigenschaften und Vorteile
Maisfasern sind weich, leicht und haben eine seidig glatte Oberfläche. Sie sind von Natur aus atmungsaktiv und können Feuchtigkeit gut aufnehmen und wieder abgeben.
- Gute Temperaturregulierung – sorgt für ein ausgeglichenes Schlafklima.
- Pflegeleicht – in der Regel waschbar und schnelltrocknend.
In Bettdecken wird Maisfaser pur oder in Kombination mit anderen Fasern eingesetzt. Durch ihr geringes Gewicht und die glatte Oberfläche eignet sie sich als Füllmaterial für unterschiedliche Bettdecken.
Bambus – schnell wachsend & vielseitig
Bambus ist ein extrem schnell wachsendes Süßgras, das in tropischen und subtropischen Regionen Asiens, Afrikas und Südamerikas gedeiht – ganz ohne Pestizide oder künstliche Bewässerung. Für die Textilherstellung wird der Zellstoff aus den Halmen gewonnen und zu weichen, feinen Fasern verarbeitet.
Eigenschaften und Vorteile
- Atmungsaktiv & feuchtigkeitsregulierend – sorgt für ein ausgeglichenes Schlafklima.
- Sanft zur Haut – seidig-weiche Oberfläche, ideal für empfindliche Schläfer.
- Leicht und weich – angenehm als Bestandteil textiler Füllungen.
Bambusfasern werden oft pur oder in Kombination mit Baumwolle oder anderen Naturmaterialien als Füllung für Bettdecken genutzt. Das Ergebnis: leichte, atmungsaktive Decken, die sich sanft an den Körper schmiegen und für erholsamen Schlaf zu jeder Jahreszeit sorgen.
Daunen & Federn – bewährte Naturmaterialien mit luftiger Raffinesse
Daunen und Federn von Enten und Gänsen zählen zu den ältesten Füllmaterialien für Bettwaren. Ihre natürlichen Eigenschaften machen sie seit Jahrhunderten zu einem geschätzten Rohstoff – leicht, elastisch und mit beeindruckender Wärmespeicherkraft. Besonders Daunen gelten als Meister der Bauschkraft: Sie entfalten Volumen, ohne Gewicht, und sorgen für ein angenehm temperiertes Schlafklima.
🌡️ Eigenschaften von Daunen und Federn:
- Wärmeisolierend: Daunen bilden durch ihre Struktur unzählige kleine Luftkammern, die Körperwärme speichern und gleichzeitig atmungsaktiv bleiben.
- Leicht und bauschig: Trotz hoher Wärmewirkung sind Daunen extrem leicht – ideal für ein unbeschwertes Schlafgefühl.
- Elastisch und formstabil: Die natürliche Rückstellkraft sorgt dafür, dass Daunen und Federn ihre Form behalten und sich immer wieder aufrichten.
- Feuchtigkeitsregulierend: Sie nehmen wenig Feuchtigkeit auf und geben sie rasch an die Umgebung ab – für ein trockenes Schlafklima.
🧬 Unterschiede zwischen Daunen und Federn:
- Daunen sind die feinen, flauschigen Unterfedern ohne Kiel – sie sorgen für Volumen und Wärme.
- Federn besitzen einen festen Kiel und bieten Spannkraft – oft in Kissen eingesetzt, wo Stützkraft gefragt ist.
- Gänsedaunen haben eine höhere Füllkraft als Entendaunen, sind aber auch kostspieliger. Bei gleichem Wärmegrad ist eine Gänsedaunendecke meist leichter.
🛏️ Verträglichkeit und Herkunft:
Hochwertige Daunen und Federn werden für Bettwaren sorgfältig gereinigt und aufbereitet. Die jeweiligen Pflegehinweise und Waschmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Produkt.
Kein Lebendrupf
Bei der Auswahl unserer Hersteller legen wir großen Wert darauf, dass keine Daunen und Federn aus Lebendrupf verarbeitet werden.
📘 Fazit
Daunen und Federn sind ein natürlicher, bewährter Füllstoff mit herausragenden klimatischen Eigenschaften. Ihre Kombination aus Leichtigkeit, Wärme und Elastizität macht sie zu einem faszinierenden Material – nicht nur für Bettwaren, sondern auch als Beispiel für die Genialität natürlicher Strukturen.